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Die Renaissance des Mixtapes?

Von der Masse abheben mit Playbutton

Jeder hat inzwischen einen i-Whatever mit einer 17 Millionen Songs umfassenden Musiksammlung. Die Auswahl ist noch eine Herausforderung. Entweder hört man nur die letzten Neuzugänge, befriedigt seinen Ohrwurm oder stellt auf Shuffle.

Introducing: Mixtape 2.0 oder ‘Playbutton’ …

Musiker und Bands haben generell die Aufgabe, sich von der Unmenge von Songs abzusetzen, die jeder von uns inzwischen hört, auch und besonders auf dem privaten Abspielgerät. Auch haben sich Musiker oft bei der Reihenfolge der Lieder etwas gedacht … UND: Wenn Du eine CD in die Hand bekommst, musst Du erst zum Rechner, sie einspielen und dann auf den i-Whatever übertragen, bevor Du den ersten Ton hörst.

NO MORE, dank Playbutton

Eine wirklich witzige Idee, finde ich. Du bekommst einen Knopf zum Anstecken, auf dem eine festgelegte Anzahl und Reihenfolge von Songs abgelegt ist. Kannste nicht ändern, nur hören und genießen… und ggf. verschenken.

Einziges Problem: Sondermüll. Das könnte die Firma aber über ein Rücknahmesystem lösen.

Update Mai 2011: Seit kurzem bieten die Macher den Playbutton auch als White Label an. Einen weissen Button, auf den man den eigenen Aufkleber setzen kann und auf den man die eigene Musik spielen kann. Eine gute Alternative zur Grossauflage, die besonders für kleinere Labels interessant ist.

Witzig oder überflüssig? Was meint Ihr?

[Danke an audiomagnet.com für den Tipp]

Update April 2011: auch das Hamburger Abendblatt berichtet inzwischen über Playbutton:
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1683521/Die-Schallplatte-am-Hemd.html


  • Michael Ballauff

    Sehr zwiespältig. Das Ding kann eventuell den Albumgedanken in die iPod-Zeiten verlängern und neue Verkaufstresen eröffnen. Allerdings verkommt Musik damit noch weiter zum Accessoir, das ich mir anstecke, solange es schick ist, und danach entsorge oder vergesse oder verliere. Das riecht nach Einweg, was keine Haltung von Musik ist, die für etwas (ein)steht.

    • http://www.resonanz-pr.com Andreas

      Ich bin da noch nicht so sicher. Auf jeden Fall werden Playbuttons für eine Zeit lang ‘cool’ sein. Labels werden sie nutzen, es wird andere Formate geben ausser dem Kreis usw. Auch halte ich es für möglich, dass man zu Hause dann ein CD-Regal, ein Schallplattenregal und eine wie auch immer geartete Playbutton-Box hat, in dem alle Buttons sauber eine Heimat finden. Irgendwann ist dann aber Schluss.
      Wichtiger ist hierbei, dass der Hörer keinen Einfluss auf Inhalt oder Reihenfolge hat. Das finde ich schon spannend. Ich kann vorspulen, aber die Songs nicht überschreiben. Konzeptalben können also vom Künstler sortiert werden und der Button animiert zum Zuhören in Reihenfolge.
      Ein weiteres Problem ist der Preis. Die Jungs sollen auch leben, aber bei knapp 10 Dollar pro Stück kann man den Preis nicht wesentlich anheben, um dem Künstler eine ordentliche Scheibe abzugeben. Darin liegt für mich das Kernproblem und vielleicht meintest Du das auch so.
      Dennoch: Eine coole Idee, die sicherlich erstmal abheben wird.