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Wie kurbelt man Interaktion mit Fans an?

Was sollen Deine Fans denn bitte tun?!

Selbstvermarktung ist für viele Künstler zum Glück immer seltener ein böses Wort. Facebook, Newsletter, Website und andere Kanäle werden eingesetzt und mit Inhalten gefüttert. Wie jedoch kann die Interaktion mit den Fans gesteigert werden? In vielen Fällen würde eine Auseinandersetzung mit dem Blickwinkel des Fans schon viel helfen. Hier ein paar Tipps.

1: Why bother?

Deine Posts auf Facebook oder Dein Newsletter tauchen beim Empfänger unaufgefordert auf. Hardcore-Fans lesen alles, aber alle anderen brauchen zunächst einen guten Grund, Deine Nachricht auch zu lesen. Deine Überschriften oder Kommentare sollten also nicht immer alles verraten. ‘Probe gestern war toll’ ist zwar gut aber ‘Hört hier, wer sich gestern versungen hat’ mit Link zu einer Aufnahme macht beim Leser Lust auf mehr.

2: Picture me

Generell sollten alle Beiträge in einem Newsletter ein Bild, Video oder Songsnippet enthalten. Auch auf Facebook wird erwiesenermaßen mehr mit Posts interagiert, die Bilder, Sounds, Videos oder Links beinhalten als reine Textposts.

3: Who cares?

Apropos Facebook: Alle Social Networks haben Systeme, mit denen die Beliebtheit und somit Wichtigkeit von Beiträgen ermittelt wird. Es kann also gut sein, dass die Hälfte Deiner Fans Deine Posts gar nicht sieht, weil Facebook sie zugunsten populärerer Posts von anderen unterschlägt. Das Rezept dagegen? Hmmm, interessantere Posts schreiben, die zu mehr Interaktion führen und dadurch in der Relevanzskala von Facebook weiter nach oben klettern.

4: The long run

Klingt alles nach Arbeit, ist aber erstens notwendig und zweitens eine Frage der Gewohnheit. Das erste, was man sich angewöhnen sollte, ist potenzielle Themen zu erkennen. Was passt auf Facebook, was besser auf das Blog oder den Newsletter? Was ist zwar auf den ersten Blick ein Thema aber auf den zweiten nicht mehr? Durchhalten ist die Devise. Wer diese Art zu denken schult, kann dann auch auf ein neues System springen, sollte beispielsweise Facebook das selbe Schicksal wie MySpace ereilen.

5: Now what?

In den meisten Fällen ignorieren Künstler auch, was der Leser tun soll. Damit meine ich auf keinen Fall, ständig auf Tickets oder CDs aufmerksam zu machen. Ja, Ihr sollt auch Tickets und Musik verkaufen, ABER Eure Kommunikation sollte so viel mehr beinhalten als nur ständig zum Kauf aufzufordern. Fans sollen beispielsweise:

  • eine Meinung haben und äußern (durch ‘Gefällt mir’ oder Kommentar)
  • ein Video ansehen
  • einen Song hören
  • auf den Link zum Blog klicken
  • eine Rezension lesen
  • anderen von Euch / Musik / witzigem Kommentar etc. erzählen
  • … or whatever

Denkt doch spätestens nach Erstellen des Newsletter-Artikels darüber nach, ob Überschrift und Text Lust auf mehr machen – nur dann werden Leser auch den ‘lest mehr im Blog’-Link anklicken.

Denkt vor Absenden des Posts auf Facebook kurz darüber nach, ob Ihr eine Aktion des Lesers wünscht und ob eine leichte Umformulierung dieses dem Fan auch ans Herz legt.

Meistens tun die Leute, was man will. Man muss ihnen nur immer wieder sagen, was sie tun sollen. Wenn das dann einfach genug ist, tun viele es. Wirst Du sehen.

Wie schwer findet Ihr diesen Ansatz? Stimmt Ihr zu, dass es eine Gewohnheitssache ist oder denkt Ihr, ich spinne? Schreibt doch kurz hier oder auf Facebook Eure Meinung dazu: Jetzt! :)