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Fans vor / bei / nach der Tour bei Stange halten

Auf Tour: Wie halte ich nach dem Konzert Kontakt zu Fans?

Konzerte sind nach wie vor die beste Gelegenheit, seine Kontaktliste auszuweiten. Mich wundert immer wieder, wie wenige Bands von dieser Gelegenheit Gebrauch machen.

Zuhörer, die ein großartiges Konzert besuchen, werden in aller Regel nichts dagegen haben, eine Email-Adresse zu hinterlassen, wenn der Anreiz relevant und attraktiv ist:

  • Erfahre als erster, wenn wir wieder in Deiner Stadt spielen
  • Erhalte exklusive Aufnahmen Deines Konzertes (wir machen das Bootleg für Dich…)
  • Nimm beim nächsten Konzert bis zu 4 Freunde zum halben Preis mit
  • … Zugang zu Fotos des Konzertes
  • oder was auch immer

 

Warum sind die Konzertbesucher so wichtig?

  • Konzertbesucher haben sich schon für Dich entschieden
  • Sie haben Deine CDs schon oder werden sie kaufen
  • Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und anderen davon erzählen
  • Wer nach dem Konzert T-Shirts und CDs kauft, trägt sich auch auf Mailinglisten ein

Wie sammelst Du Email-Adressen ein?

Am besten persönlich. Ernsthaft! Wenn der Sänger nach dem Konzert nicht nur Autogramme schreibt, sondern gleich um Deine Email bittet,  ist es wahrscheinlich, dass diese auch freiwillig ausgehändigt wird. Die Liste auf dem Clipboard nahe des Eingangs nützt wenig, wie ihr sicher schon alle ausprobiert habt.

Der Anreiz muss prominent sichtbar gemacht werden. Baut ein großes Poster, auf dem Ihr “Tausche Konzertticket gegen Email” oder so schreibt. Macht es Besuchern einfach, sich einzutragen. Vielleicht gleich mit einem Laptop, auf dem sich Besucher gleich hier und jetzt eintragen können.

Alternativ reicht der Sänger kurz vor Pause oder Konzertende das Clipboard direkt von der Bühne herunter. Benji Rogers von Pledge Music schwört auf diese Technik, die in den USA wunderbar wirkt.

Was machst Du mit den Adressen?

Was nützen Dir die besten Kontakte, wenn Du nichts damit machst? Jeder hat jeden Monat was zu sagen. Du musst ja nicht gleich jeden Tag Romane schreiben und verschicken. Mache einen Themenplan (siehe SELBSTVERMARKTUNG TEIL 3: NEWSLETTER, BLOG & FACEBOOK) und plane Deine Newsletter entsprechend.

Nur wenn Du regelmäßig etwas schreibst, gewöhnen sich die Leser an Deine Inhalte und Deinen Stil und … letztlich an Dich.

Das Mindeste

Wenn du auch sonst keine Zeit hast, das mindeste, was Du tun kannst, ist Namen, Email und Stadt zu erfragen. Dann kannst Du den Empfängern einer Stadt ein besonderes Angebot machen, wenn Du wieder in ihrer Stadt spielst. Empfänger des Newsletters, die über Seite XY buchen, bekommen einen Aufkleber… CD… Kuss…, was auch immer.

Frequenz

Einmal pro Monat sollte schon drin sein. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Deine Leser sollten daran gewöhnt werden, wann der neue Newsletter kommt. Wenn es nur einmal im Quartal ist, na gut. Aber einmal pro Jahr reicht nicht.

Warum eigentlich nicht?

Wie hoch schätzt Du den Freund ein, der zu Weihnachten eine Karte schickt und sich sonst nicht meldet? Genau. Besonderen Freunden vergibt man, aber so eng biste mit den wenigsten Fans. Die meisten sollten sehen, dass Du aktiv bist, dass bei Dir etwas passiert und sie so an Deiner Entwicklung teilhaben.

Wirf den ersten Schneeball

Deine Fans sind außerdem der beste Weg, Deine Fanbasis auszubauen. Mache es Deinen Fans leicht, Inhalte über Dich weiterzuleiten. Schicke einen Kurzlink zu Musik und rufe sie auf, diesen bei Gefallen mit ihren Freunden zu teilen. Vielleicht ein exklusiver Trank über SoundCloud oder auch eine Verweis auf Deinen Song bei Simfy, Bandcamp oder MySpace… ok, vergiss MySpace…

Keine Wunder aber Zinseszinsen

Erwarte keine Fanbase von 3.000 Leuten nach zwei Konzerten (es sei denn, Du spielst die Hauptbühne in Wacken…). Stell Dir vor, Du hättest vor zwei Jahren angefangen und bei jedem Konzert 5 neue Email-Adressen eingesammelt… das wäre schon eine Liste, mit der man arbeiten kann…

Was sind Deine Erfahrungen?