[... bei eins anfangen kann ja jeder...]
Fans lieben Musik. Sie lieben aber auch den persönlichen Kontakt mit ihren liebsten Künstlern. Nicht jeder gegessene Frühstückstoast ist relevant, aber im Zeitalter des Social Web sollten sich Künstler überlegen, ihren Fans ein wenig mehr Einblick in das tägliche Leben zu gewähren.
Eine Tour, ein neues Album, ein Fotoshooting, die Auswahl neuer Instrumente oder die Renovierung des Proberaums können Anlässe sein, ein Tagebuch zu starten. Dies darf gerne auch multimedial sein, wie der Snob sagt.
Werkzeug:
Eine Videokamera, ein Computer mit Internetanschluss, Videobearbeitungssoftware, das richtige Kabel, Youtube-Kanal (oder Vimeo, Myvideo, sevenload, Clipfish oder ähnlich)
Vorbereitung:
Plan, was gefilmt werden soll / darf, wer filmt, wer schneidet, wie oft maximal/minimal gepostet werden soll, etc. Denkt Euch was Besonderes aus. Jeder Beitrag ist in einem anderen U-Bahnhof gedreht oder die Szenen mit Handpuppen nachgestellt oder so.
Ablauf:
Beitrag wird gefilmt, geschnitten, von denen, die darin vorkommen, abgenickt und auf den Online-Kanal gestellt. Auf Facebook wird bekannt gegeben, dass es einen neuen Beitrag gibt und auf diesen wird verlinkt. Ggf. wird der Beitrag auch über Twitter bekanntgegeben, gerne mit eigenem Hashtag (#ProbePaint, #compose, o.ä.). Ggf. wird auf dem Blog eine Zusammenfassung veröffentlicht und das Video entsprechend in den Eintrag integriert, sodass Leser das Video direkt im Blog ansehen können.
Risiken:
Ihr macht Euch zum Affen und die seriösen Fans mögen Euch nicht mehr. Die Beiträge sollten also Eure Persönlichkeit widerspiegeln. Kichernde Opernsänger sind entweder sympathisch oder albern. Beides kann funktionieren. Seid ehrlich. Wenn Ihr Euch verstellt, merkt man das und Ihr wirkt gestelzt.
Mehrwert:
Eure Fans kommen Euch näher, fühlen sich mehr als Teil der Gruppe und es wird ihnen schwerer fallen, Eure Platten einfach illegal zu kopieren. Außerdem sind sie von Euch direkt auf dem neusten Stand. Im Idealfall habt Ihr Euch vorher eine witziges Format ausgedacht und Fans zeigen die Videos anderen, die dann auch Fans werden.
Beispiele:
Detroit7 – Tour Diary:
http://www.youtube.com/user/detroit7ch
Eine sehr schöne Ergänzung zum Tour-Tagebuch auf Facebook. Von jedem Konzert wird ein Clip gezeigt. Wo auch immer Fans also dabei waren, sie haben eine ganz persönliche Erinnerung an den Abend.
BALBOA INN – Studiotagebuch:
Mit Liebe und auch aufwendigen Bastelstunden gemachtes Tagebuch über die Zeit im Studio. Teilweise mit Längen, aber dafür mit dem Charme einer Amateurarbeit. Ich hätte mir mehr Musik der eigentlichen Band als Untermalung gewünscht, denn darum geht es schließlich
Jetzt Ihr:
Was sind Eure Erfahrungen? Was sind Eure Beispiele? Ratschläge?
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